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Was ist ein DDoS-Angriff? Ablauf und Schutzmaßnahmen

Erfahre, was ein DDoS-Angriff ist, wie er funktioniert und wie du dein Unternehmen davor schützen kannst. Hol dir Tipps zu Prävention und Abwehrmaßnahmen.

Veröffentlicht 08. Dez. 2024 · 4 Min. Lesezeit · Aktualisiert 15. Dez. 2025

DDoS-Angriff — Kernaussagen

DDoS legt Dienste lahm
Ein DDoS-Angriff flutet eine Website, ein Netzwerk oder ein System mit Traffic, bis es nicht mehr reagieren kann. Im Gegensatz zu DoS aus einer Quelle nutzt DDoS viele Geräte gleichzeitig, um Ressourcen zu überlasten.
Botnetze treiben die Flut an
Angreifer bauen Botnetze aus infizierten Geräten – oft anfällige IoT-Hardware wie Router oder Kameras. Sobald sie kontrolliert werden, senden tausende Bots gleichzeitig Anfragen, um Bandbreite oder Server zu erschöpfen.
Häufige Angriffskategorien
DDoS gibt es in drei Hauptformen: volumenbasierte Angriffe (Bandbreite), Protokollangriffe wie SYN-Floods (Verbindungen) und Anwendungsangriffe wie HTTP-Floods (Web-Endpunkte).
Mehrschichtige Abwehr wirkt am besten
Abwehr basiert auf Monitoring, Filtern und Skalieren: Firewalls/IPS, Load Balancer und CDNs. CAPTCHAs wie TrustCaptcha können als zusätzliche Schicht automatisierten Missbrauch auf der Anwendungsebene reduzieren.
Auf dieser Seite
  1. Einführung in DDoS-Angriffe
  2. Wie funktionieren DDoS-Angriffe?
  3. Schutzmaßnahmen gegen DDoS-Angriffe
  4. Beispiele bekannter DDoS-Angriffe
  5. Fazit
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Einführung in DDoS-Angriffe

Definition von DDoS (Distributed Denial of Service)

Ein Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriff ist eine der am häufigsten eingesetzten Methoden von Cyberangriffen. Ziel ist es, ein System, ein Netzwerk oder eine Website zu überlasten und damit unerreichbar zu machen. Im Gegensatz zu einem Denial of Service (DoS)-Angriff, der aus einer einzigen Quelle ausgeführt wird, nutzt ein DDoS-Angriff viele Geräte gleichzeitig, um riesige Mengen an Anfragen zu senden. Diese Geräte sind häufig Teil eines sogenannten Botnetzes – einer Gruppe von Geräten, die durch Malware kompromittiert und von Angreifern gesteuert werden.

Die Auswirkungen eines erfolgreichen DDoS-Angriffs können erheblich sein. Unternehmen können ihren Online-Betrieb verlieren, finanzielle Schäden erleiden und langfristige Reputationsverluste hinnehmen. Außerdem werden DDoS-Angriffe oft genutzt, um andere Cyberangriffe zu verschleiern – etwa Datenabflüsse oder das Eindringen in Systeme.

Warum sind DDoS-Angriffe gefährlich?

DDoS-Angriffe sind gefährlich, weil sie sowohl technische als auch finanzielle Schäden verursachen können, unter anderem:

  • Service-Ausfälle: Kunden können deine Dienste nicht nutzen, was zu Umsatzeinbußen führt.
  • Kosten für Abwehr und Wiederherstellung: Die Abwehr eines Angriffs und die Wiederaufnahme des Normalbetriebs können teuer und zeitaufwendig sein.
  • Reputationsschäden: Kunden und Partner verlieren möglicherweise das Vertrauen in ein Unternehmen, das von einem Angriff betroffen ist.
  • Ablenkungsmanöver: In manchen Fällen dienen DDoS-Angriffe dazu, Security-Teams abzulenken, während sensible Daten gestohlen oder andere Schwachstellen ausgenutzt werden.

Ein bekanntes Beispiel ist der Angriff auf den DNS-Anbieter Dyn im Jahr 2016. Dadurch waren zahlreiche weltweit genutzte Dienste wie Netflix, Twitter und Spotify über Stunden nicht erreichbar.

Hacker-Illustration

Wie funktionieren DDoS-Angriffe?

Wie Angreifer eine Botnetz-Armee aufbauen

Angreifer nutzen für DDoS-Angriffe häufig Botnetze. Diese Botnetze bestehen aus tausenden oder sogar Millionen von Geräten, die mit Malware infiziert wurden. Besonders anfällig sind Geräte aus dem Internet of Things (IoT) – etwa Überwachungskameras, Router und Smart-Home-Geräte –, weil sie oft mit schwachen Passwörtern betrieben werden oder veraltete Software nutzen.

Die Infektion geschieht meist unbemerkt über Phishing-E-Mails, Sicherheitslücken oder manipulierte Downloads. Sobald ein Gerät Teil des Botnetzes ist, kann der Angreifer es nutzen, um massenhaft Datenpakete an ein Zielsystem zu senden und dessen Ressourcen zu überlasten.

Arten von DDoS-Angriffen

  • Volumenbasierte Angriffe: Ziel ist es, die Bandbreite eines Netzwerks zu überlasten – z. B. durch UDP-Floods oder ICMP-Floods, die riesige Traffic-Mengen erzeugen.
  • Protokollbasierte Angriffe: Diese nutzen Schwächen in Netzwerkprotokollen aus, etwa SYN-Floods, die die Verbindungsressourcen eines Servers erschöpfen sollen.
  • Anwendungsbasierte Angriffe: Angriffe wie HTTP-Floods zielen auf bestimmte Anwendungen oder Dienste, indem sie diese mit legitimen, aber übermäßigen Anfragen überlasten.

Anzeichen für einen laufenden DDoS-Angriff

Eine frühe Erkennung ist entscheidend, um schnell reagieren zu können. Typische Anzeichen sind:

  • Ein plötzlicher und unerwarteter Anstieg des Netzwerk-Traffics.
  • Langsame Ladezeiten oder komplette Nichterreichbarkeit von Websites und Diensten.
  • Häufige Fehlermeldungen wie „Service Unavailable“.
  • Ungewöhnliche Traffic-Spitzen auf bestimmten Ports oder IP-Adressen.

Schutzmaßnahmen gegen DDoS-Angriffe

Prävention

Die beste Strategie gegen DDoS-Angriffe ist, vorbeugende Maßnahmen zu treffen, zum Beispiel:

  • Firewalls und Intrusion Prevention Systems (IPS): Diese Systeme filtern schädlichen Traffic und blockieren verdächtige IP-Adressen.
  • Load Balancer: Die Verteilung von Anfragen auf mehrere Server reduziert die Last und verhindert, dass einzelne Server überlastet werden.
  • Content Delivery Networks (CDN): CDNs verteilen Traffic auf weltweit verteilte Server und schützen so vor Überlastungen durch DDoS-Angriffe.

Ein weiteres modernes Tool, das indirekt beim Schutz vor DDoS helfen kann, ist ein fortschrittlicher CAPTCHA-Dienst wie TrustCaptcha. Diese SaaS-Lösung bietet nicht nur benutzerfreundliche und DSGVO-konforme Optionen, sondern hilft auch dabei, automatisierten Traffic zu erkennen und zu blockieren. Dadurch wird es für Angreifer schwieriger, menschliches Verhalten zu imitieren – und die Erfolgschancen bei anwendungsbasierten Angriffen sinken.

Erkennung und Reaktion

  • Monitoring und Analyse: Kontinuierliches Monitoring des Netzwerk-Traffics hilft, ungewöhnliche Aktivitäten frühzeitig zu erkennen.
  • Sofortmaßnahmen: Sobald ein Angriff erkannt wird, sollten verdächtige IP-Adressen blockiert und Traffic-Filter aktiviert werden.
  • Zusammenarbeit mit Providern: Unternehmen sollten mit spezialisierten DDoS-Schutzdiensten in Kontakt bleiben, um Angriffe effektiv abzuwehren.

Langfristige Schutzstrategien

Langfristige Sicherheitslösungen sind wichtig, um DDoS-Angriffe nachhaltig zu verhindern. Dazu gehören:

  • Regelmäßige Security-Audits im Netzwerk: Schwachstellen können früh erkannt und behoben werden.
  • DDoS-Schutzdienste: Diese Services bieten spezialisierte Lösungen, um Angriffe abzuwehren und deren Auswirkungen zu minimieren.
  • Schulungen für Mitarbeitende: Ein gut geschultes Team kann besser auf Angriffe reagieren und Sicherheitsmaßnahmen wirksam umsetzen.

Beispiele bekannter DDoS-Angriffe

Angriff auf GitHub (2018)

GitHub, eine der weltweit größten Plattformen für Softwareentwicklung, wurde im Februar 2018 Ziel eines massiven DDoS-Angriffs. Mit einer Spitzenlast von 1,35 Terabit pro Sekunde war es damals der größte dokumentierte Angriff. GitHub konnte den Angriff dank schneller Reaktion und moderner Schutzmaßnahmen erfolgreich abwehren.

Angriff auf Dyn (2016)

Ein weiteres bekanntes Beispiel ist der Angriff auf den DNS-Anbieter Dyn im Jahr 2016. Er wurde durch das Mirai-Botnetz ausgeführt, das IoT-Geräte nutzte, um massive Datenströme zu erzeugen. Dadurch waren Dienste wie Twitter, Netflix und Amazon über Stunden nicht erreichbar.

Fazit

DDoS-Angriffe stellen eine ernsthafte Bedrohung für Unternehmen und Privatpersonen dar. Die Auswirkungen reichen von finanziellen Verlusten bis hin zu globalen Service-Ausfällen. Vorbeugende Maßnahmen wie Firewalls, Load Balancer und spezialisierte Schutzdienste sind entscheidend, um Risiken zu minimieren.

Zusätzlich können moderne Tools wie TrustCaptcha helfen, automatisierten Traffic zu erkennen und zu blockieren. Auch wenn sie keine vollständige DDoS-Abwehr ersetzen, ergänzen sie bestehende Sicherheitsstrategien und tragen dazu bei, die IT-Sicherheit insgesamt zu stärken.

FAQs

Was ist der Unterschied zwischen einem DoS- und einem DDoS-Angriff?
Ein DoS-Angriff kommt aus einer einzigen Quelle, während ein DDoS-Angriff gleichzeitig von vielen Geräten (einem Botnetz) ausgeführt wird.
Warum sind DDoS-Angriffe so gefährlich?
DDoS-Angriffe können Unternehmen stark schaden – durch Umsatzeinbußen, Betriebsunterbrechungen und Reputationsverlust.
Kann eine kleine Website oder ein Blog Ziel eines DDoS-Angriffs werden?
Ja, kleinere Websites sind oft anfälliger, weil sie weniger Ressourcen haben, um solchen Angriffen entgegenzuwirken.
Sind DDoS-Angriffe illegal?
Ja, DDoS-Angriffe sind in den meisten Ländern illegal, da sie Netzwerke und Dienste absichtlich stören.
Wie kann man sich vor einem DDoS-Angriff schützen?
Schutz umfasst Firewalls, das Monitoring verdächtiger Aktivitäten und den Einsatz moderner Tools wie TrustCaptcha, um automatisierten Traffic zu blockieren.

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